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Ein Blog der Schweizer Journalistenschule MAZ

CAS Fachjournalismus: Ideal für Quereinsteiger aus Fachmedien

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Der MAZ-Klassiker für Redaktorinnen und Journalisten der Fach- und Spezialpresse bzw. Fachpersonen mit Flair fürs Schreiben und für Themenaufbereitung: Wer 20 Tage in fünf Monaten in diese Weiterbildung investiert, erwirbt Knowhow im gesamten Spektrum des journalistischen Handwerks: Schreiben, Redigieren, Recherchieren und die attraktive Aufbereitung von Fachthemen stehen im Vordergrund.

Online-Kanäle, Social Media, Kommunikationsstrategie oder Medienrecht sind weitere Themen. Die Teilnehmenden gewinnen Sicherheit in der täglichen Arbeit und Einblicke in neue thematische Zugänge. Sie schliessen den Lehrgang mit einer Projektarbeit zu einem selbstgewählten Thema ab.
Der CAS Fachjournalismus (Leitung: Frank Hänecke) wird empfohlen vom Verband Schweizer Fachjournalisten SFJ. Was Absolventen schätzen: «Grosser Praxis-Bezug, viele Übungen, viel Interaktivität, gut strukturierter Ablauf, sehr angenehmes Kurs-Klima und äusserst kompetente Dozenten».

Weiterbildungs-Lehrgänge für Mitarbeitende von Fachmedien gibt es am MAZ seit den 80er-Jahren. Dies sind die aktuellen Dozentinnen und Referenten:

Ritler_Jean-Pierre

Jean-Pierre Ritler

Jean-Pierre Ritler ist seit über 30 Jahren im In- und Ausland als Medienmacher und -manager unterwegs. Mit ihm werden wir das grosse Bild anschauen: Wie die aktuellen Tendenzen in der modernen Medienwelt aussehen. Wieso Journalisten immer mehr wie Verleger denken müssen. Was eine Medienstrategie ist und wie man dazu kommt.

Das alles mit detaillierten Beispielen aus der Praxis, die zeigen, wie man Medien gut – oder eben auch weniger gut macht.

 

 

 

 

Ulrike Schnellbach

Ulrike Schnellbach

Ulrike Schnellbach: Die Journalistin, Dozentin/Trainerin und Moderatorin behandelt das journalistisches Texten und die journalistischen Darstellungsformen wie Bericht, Reportage, Porträt, Feature & Co. mit vielen Schreibübungen für Print- und Onlinetexte.

Ulrike Schnellbach ist am MAZ bekannt für ihren abwechslungsreichen, intensiven und interaktiven Unterricht, in dem sie auch persönliches Rückmeldungen zu Texten der Teilnehmenden abgibt.

 

 

 

Barbara Lukesch als MAZ-Dozent im CAS Fachjournalismus

Barbara Lukesch

 

 

Barbara Lukesch, Journalistin, Buchautorin und Dozentin, zeigt, wie man Gesprächspartner zum Reden bringt, es wagt, ihnen auch unbequeme Fragen zu stellen, dank qualifizierter Vorbereitung selbst alte Interviewfüchse zu überraschen vermag und attraktive Texte schreibt.

Sie arbeitet mit Print- und Videobeispielen sowie mit spannenden Sparringpartnern, an denen die Teilnehmenden neue Fragetechniken ausprobieren können – und ein direktes Feedback erhalten.

 

 

 

Marc Landis

Marc Landis

Marc Landis, Chefredaktor der deutschsprachigen Publikationen der Netzmedien in Zürich, beantwortet im Recherchemodul unter anderem Fragen wie: Wie recherchiert man systematisch, effizient und erfolgreich? Wie organisiert man eine Recherche – und wie werden ergiebige Recherchegespräche geführt? Wie sucht man effizient im Web, welche Google-Tricks und Suchstrategien helfen beim Finden von Informationen?

Zudem bearbeiten die Teilnehmenden einen eigenen Recherche-Fall. Ein intensives Modul mit hohem Praxisnutzen, das Lust aufs Recherchieren macht.

Elisabeth Schmidt

Elisabeth Schmidt

 

 

 

Elisabeth Schmidt-Landenberger, Dozentin, Medientrainerin und freie Textchefin, diskutiert die Merkmale «guter» Geschichten, frischt die grundlegenden Techniken des Redigierens auf und zeigt, wie ein professionelles Feedback-Gespräch helfen kann, die Qualität der Texte auf Dauer zu verbessern.

Auch sie ist seit langen Jahren eine geschätzte MAZ-Dozentin.

 

 

Urs Jecker

Urs Jecker

Urs Jecker, Dozent für Deutsch, Rhetorik und Kommunikation an der Hochschule Luzern – Wirtschaft, zeigt, wie im Fachjournalismus Verständlichkeit erzeugt werden kann. Linguistische Aspekte und handwerkliches Können spielen dabei gleichermassen eine Rolle, wie eine reflektierte Annäherung an das unbekannte Wesen der Adressaten.

In erster Linie geht es jedoch darum, dass Fachjournalistinnen und Fachjournalisten bereit und fähig sind, ihre Fachkenntnisse für die Leserschaft zu «übersetzen», damit der Wissensvorsprung nicht zum Text-Rausschmeisser wird.

 

 

George Sarpong

George Sarpong

 

George Sarpong, stv. Chefredaktor der Netzwoche (ein B2B-Medium für IT-Entscheider), steigt mit den Kursteilnehmern ein in die Welt von Facebook, Twitter, Linkedin und Co. Social Media und artverwandte Plattformen sind als Werkzeugkasten für Journalisten zu verstehen, der durch immer neue Tools ergänzt wird.

George zeigt Mehrwerte, die Social-Media-Plattformen und Webtools im redaktionellen Alltag bieten. Etwa: Wie nutze ich sie für die Recherche und Kreation von Inhalten? Wie bringe ich meine Inhalte auf die Plattformen – und erhöhe damit meine Reichweite?

 

 

Andreas Meili

Andreas Meili

Dr. Andreas Meili, ein auf Medien- und Kommunikationsrecht spezialisierte Anwalt mit viel Unterrichtserfahrung, erklärt anhand anschaulicher Beispiele, worin die medienrechtlichen und -ethischen Schranken für Online, TV, Radio und Print liegen.

Bei ihm erfahren die Fachjournalist(inn)en nicht nur, wo rechtliche Fallen lauern, sondern viel Nützliches zu Persönlichkeitsschutz, Medienethik oder Medienverfassungsrechten.

Frank Hänecke

Frank Hänecke

 

 

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Frank Hänecke: Als ehemaliger Fachjournalist hat der langjährige MAZ-Studienleiter auch einen persönlichen Bezug zu den Themen des von ihm geleiteten Lehrgangs.

Er begleitet die Gruppe über die Zeit am MAZ und mit ihren Projektarbeiten – und gibt Inputs zum Kurs-Blog und neuen Medienentwicklungen.

 

 

 

Interessiert? Der nächste CAS Fachjournaliksmus beginnt im September 2016, die Anmeldefreist läuft.

Hier gibt’s mehr Infos: www.maz.ch/fachjournalismus

 

 

Geschrieben von Frank Haenecke

18. April 2016 um 15:25

Res Strehle wird Präsident des MAZ-Stiftungsrats

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Im November 2015 wählte der MAZ-Stiftungsrat Res Strehle als Nachfolger von Iwan Rickenbacher, der von seinem Amt nach elf Jahren per 31.12.2015 zurücktritt.

strehle_res_2Mit Res Strehle wird das MAZ erstmals von einem Journalisten präsidiert. Er blickt auf eine über 30jährige erfolgreiche Karriere im Journalismus zurück – zuletzt als Chefredaktor des Tages-Anzeigers. In das neue Amt bringt er Erfahrung, Integrität und Managementqualitäten ein. Der scheidende Präsident Iwan Rickenbacher: «Res Strehle ist ein Journalist, der sein eigenes Tun immer wieder an hohen Massstäben ausrichtet – was Dozierende und Studierende am MAZ täglich anstreben.»

Seine Wahl ist ein Bekenntnis zur Raison d’Être des MAZ, der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten. MAZ-Direktor Diego Yanez: «Res Strehle ist eine ideale Besetzung. Er bürgt für einen Journalismus, der sich an Qualität und Relevanz orientiert – dies auch in einer digitalen Welt.» Strehle tritt sein Amt am 1. Januar 2016 an: «Ich freue mich auf diese Aufgabe. Das MAZ ist die Talentschmiede im Schweizer Journalismus und war für mich stets ein wichtiger Ort.»

Unter Iwan Rickenbacher, der das MAZ elf Jahre lang präsidierte, entwickelte sich die Institution zur führenden Journalistenschule der Schweiz. Parallel dazu wurde die zweite, von der Journalismusausbildung getrennte Abteilung Kommunikation und Rhetorik ausgebaut. Rickenbacher hinterlässt ein gesundes, erfolgreich positioniertes Unternehmen, das sich in einem schwierigen Marktumfeld dank diesen zwei Standbeinen behauptet. Mit seiner Weitsicht verstand er es, eine Strategie zu definieren, die diesen Erfolg sicherstellt.

MAZ-News

Foto: zVg

Geschrieben von Frank Haenecke

4. Dezember 2015 um 12:00

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MAZ-Kompaktkurs Online: Multimedia-Knowhow für die konvergente Redaktion

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In zwei separaten Kurzlehrgängen à je sechs Tagen, verteilt auf ein paar Monate, erschliessen Teilnehmende ein Grundverständnis und die wichtigsten Arbeitsschritte fürs multimediale Produzieren.

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Zeit für Multimedia-Weiterbildung am MAZ

Die beiden Kompaktkurse «Online – Konvergentes Multimedia-Storytelling» und «Audiovisueller Produzent – Storytelling für Web und Mobile» richten sich an Medienschaffende, die ihre Geschichten multimedial erzählen und dazu ein Basiswissen über die gängigen Kanäle und Formate aufbauen möchten. Vermittelt wird dieses von erfahrenen Praktikern und durch Übungen. Nach dem Lehrgang stehen weitere MAZ-Kurse zur Vertiefung oder zu Anschluss-Themen bereit.

In den Kursen wird gezeigt, wie innovative Medien online auftreten und was es braucht, um mit Text, Fotos, bewegten Bildern, Soundslides, Scrollreportagen, Animationen und anderen Formaten «Stories» aufzubauen bzw. auf verschiedenen Kanälen zu erzählen und zu verbinden. Dabei wird auch auf datenjournalistische Prinzipien und Visualisierungsmöglichkeiten eingegangen.

Die Teilnehmenden erfahren zudem, wie dynamische, interaktive Geschichten attraktiv und koordieniert produziert werden bzw. wie solche Projekte zu managen sind.

Mit diesem Rundum-Wissen verfügen die Kursabsolvent(inn)en über praktische und strategische Kompetenzen, welche die digitale Medienwelt immer mehr voraussetzt – sei es auf Redaktionen oder zum Zwecke eigener journalistischer Spezialisierung.

Diese Fachleute tragen die Multimedia-Angebote am MAZ:

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Alexandra Stark

Alexandra Stark – Die MAZ-Studienleiterin ist Fachfrau für neue journalistische Kompetenzen. Sie erklärt, worauf es ankommt, wenn multimediale Berichte und Geschichten über mehrere Kanäle gespannt werden – für die tägliche Redaktionsarbeit oder für grössere Stories. Sie erleichtert den Einstieg in diese Welt und macht das Potential des konvergenten redaktionellen Arbeitens bewusst.

 

 

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MAZ-Studienleiter Frank Hänecke leitet den Kompaktkurs Online

Frank Hänecke – Der MAZ-Studienleiter macht eine einführende Auslegeordnung der Stärken und Schwächen einzelner Genres bzw. Kanäle, zeigt «Best-Practice» gelungener Verbindungen – und geht auf die Besonderheiten von Online-Textformen ein.

 

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Thom Nagy

Thom Nagy – Zusammen mit dem Multimedia-Journalisten (TagesWoche) produzieren die Teilnehmenden gleich selber eine Multimedia-Story mit dem eigenem Equipment (Smartphone reicht) und praktischen Tools.

Am Beispiel iPhone/iPad erfahren sie Grundlegendes zu Aufnahme und Bearbeitung eigener Bilder und Töne – und legen so den Grundstock für die Folgemodule des Lehrgangs.

Wie die anderen Beteiligten ist auch Thom Nagy regelmässig am MAZ als Dozent tätig.

 

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Gian Vaitl

Gian Vaitl
Der vielfach ausgezeichnete Fotograf bringt sein Metier mit grossem Einfühlungsvermögen näher und den Kursteilnehmenden handfestes Foto-Wissen, Ansätze zur kreativen, effizienten Umsetzung – auch mit Non-Profi-Geräten. Konkret geht es ums geschulte Fotografieren, die digitale Bearbeitung und Einbindung in einen Webauftritt, zudem um Bildstrecken, Fotoreportagen, externe Bildbeschaffung oder Copyrights.

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Matthias Eberl zeigt einen selber angefertigten Windschutz für Mikrofone

Matthias Eberl ‑ Der Münchner Crack in Sachen Audio-Slideshows, Scrollreportagen und Multimedia-Stories (rufposten.de) bespricht die erzählerische Konzeption und die Produktions-Planung, stellt Aufnahmegeräte und Software vor und vermittelt Nützliches für den Einsatz vor Ort.

Im Produzenten-Kurs vermittelt Matthias Eberl die Fähigkeiten, die ein Multimedia-Produzent als Schaltstelle zwischen Programmierer, Fotograf/Videojournalist, zuliefernden Redaktoren und Marketing benötigt. Ausserdem stellt er die aktuellsten Tools für Scrollreportagen und nonlineare Features vor.

 

Pascal Fessler - Video-Experte

Pascal Fessler – Video-Experte

Pascal Fessler zeigt, wie Video richtig eingesetzt wird, um die Zielgruppe mit der gewünschten Botschaft zu erreichen. Ein wirkungsvolles Video braucht nicht zwingend das grosse Besteck – in der Hosentasche schlummert ein Produktionsstudio. Neben praktischen Tipps für das Storytelling im Video, den Dreh und den Schnitt testen wir im Kurs sinnvolles Zubehör und setzen die Theorie mit einem eigenen kurzen Clip gleich um.

Pascal Fessler ist regelmässig als Dozent für verschiedene Bewegtbild-Kurse am MAZ tätig. Er führt zwei Unternehmen (Longtail Media GmbH, VIDZRD GmbH), die sich ganz der Bewegtbild-Kommunikation widmen.

 

 

Marc Fehr, Multimedia Storyteller beim Tagi

Marc Fehr, Multimedia Storyteller beim Tagi

Marc Fehr, Multimedia Storyteller beim Tages-Anzeiger, zeigt, wie Geschichten in neuen, digitalen Formaten erzählt werden können: Themen sind Visual Storytelling, Schnittstellen zwischen Print- und Online-Grafiken oder die Erhebung und Aufbereitung von Datensätzen.

Anhand von Praxisbeispielen wählen die Teilnehmenden aus einer breiten Palette von Werkzeugen und bereiten damit Daten und Fakten zu multimedialen Geschichten auf.

Die Teilnehmenden erstellen u.a. eigene Infografiken mit Tools, die sie später im Alltag wiederverwenden können.

 

 

 

 

 

Die Kurseinheiten können einzeln ausgewählt oder zum Kompaktpreis kombiniert werden. Bei der Buchung beider Kompaktkurse gibt’s 10 % Rabatt.

 

 

Geschrieben von Frank Haenecke

22. Juni 2014 um 13:44

New-Media-Studierende nehmen Multimedia-Praxishürde

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Im MAZ-Modul des Weiterbildungsmasters «New Media Journalism» haben die Studierenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im April und Mai 2014 den praktischen Umgang mit Multimedia-Equipment und Produktionsprogrammen geübt, sich hierzu neue Fertigkeiten angeeignet – und nicht zuletzt neue Einsichten zu zeitgemässer journalistischer Methodik gewonnen.

Als Projektarbeit galt es, eine «Story» multimedial zu erzählen, um die Formate und Kanäle kennenzulernen. Mit Text, Bildern, Audio-Slideshows und Videos, aber auch mit Tweets, Geo-Tagging oder interaktiven Elementen gingen die Studierenden ihre Geschichten an. Beispielsweise «Veganismus auf dem Vormarsch», «Adrenalin-Kick Downhill», eine Reportage zu «schneller Einkaufen dank Selbstbedienungskassen», ein alternativer Zürcher Reiseführer mit vielen «Selfies», Erkundungen in der Massage-Szene oder zum Cupcakes-Backen bzw. zu Trend-Hobbies wie «Stricken, Häkeln, Nähen» – die Bandbreite war gross.

Zum Multimedia-Blog der NMJ-Studierenden: http://nmj14.mazblog.ch/

Für einige bedeutete die Aufgabenstellung einen Sprung ins kalte Wasser. Nicht wenige produzierten zum ersten Mal mit digitalen Medien – und mussten entsprechend «unten durch»: Störgeräusche, falsches Licht, leere Akkus, inkompatible Programme und Geräte, Formatsalat, ungewollt von der Technik bestimmte Inhalte, Urheberprobleme und – ganz oft – zu wenig Zeit, zu hohe Ansprüche. Doch was blieb, war die Anstrengungen wert, es wurde viel gelernt. «Es hat mir enorm Spass gemacht», lautete ein Fazit.

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Der NMJ-Jahrgang 2013 – 2015 im Frühling 2014 am MAZ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nebst Anleitungen zur der Projektarbeit erhielten die NMJ-Studierenden Inputs zu Themen rund um Webjournalismus 2.0, Video-Dramaturgie oder Grundlagen zur Produktion für Tablet-Systeme bzw. mobile Medien.

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Mit von der Partie war Dozent Tobias Höhn (von den MAZ-Kooperationspartnern Leipzig School of Media / Universität Leipzig) – oben links.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Stecker kommt hier rein! MAZ- Multimedia-Dozent Jodok Kobelt half nicht nur bei der Optimierung der mehrformatigen Projektarbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmenden des Weiterbildungs-Studiengangs werden auf den am MAZ begonnenen praktischen Arbeiten in den Folgemodulen aufbauen – demnächst in Hamburg etwa, wo sie auf weitere Profis aus der Multimediawelt treffen.

Weitere Infos zum Masterstudiengang New Media Journalism: www.maz.ch/nmj

 

 

Geschrieben von Frank Haenecke

5. Mai 2014 um 14:44

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MAZ-Dozentin Anja Niedringhaus in Afghanistan erschossen

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Einen Tag vor den Wahlen in Afghanistan ist die deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus dort am 4.4.2014 erschossen worden. Schrecklichkeiten hätten sie magisch angezogen, meint Reto Camenisch, Studienleiter Pressefotografie am MAZ. Und Beat Rüdt, MAZ-Studienleiter Visuelle Publizistik, erinnert sich an ihre MAZ-Auftritte.

Im letzten Jahr (2013) hat Anja Niedringhaus am MAZ während fünf Tagen Pressefotografen unterrichtet. Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Reto Camenisch: Anja war eine sehr direkte Person. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und zeigte keine Hemmungen. Gleichzeitig war sie sehr fein in ihrer Wahrnehmung.

Wie hat sich das gezeigt?

Camenisch: Anja Niedringhaus hat viel Wärme ausgestrahlt, sie wirkte überhaupt nicht abgebrüht wie andere Kriegsreporter. In ihren Bildern über die Schrecklichkeiten des Krieges spricht sie eine weibliche Sprache?

Wie äussert sich das konkret in ihren Fotos?

Camenisch: Anja war nah genug dran für Details und genug weit weg, um den Überblick zu behalten. Ihre Bilder sind nie vulgär, obwohl sie Kriegsgräuel zeigen. Sie hat stets eine gewisse Distanz bewahrt zum eigentlichen Geschehen.

War sie eine klassische Kriegsreporterin, die von einer Schlacht in die nächste zog?

Camenisch: Schrecklichkeiten haben sie magisch angezogen. Insofern ist es vielleicht ein Widerspruch, dass sie auch in der Sportfotografie aktiv war. Sie interessierte sich fürs Schnelle und Grobe. Und schaffte es dennoch, feine Bilder zu machen.

Wie reagierten deine Studierenden auf Anja Niedringhaus?

Camenisch: Die Studierenden waren fasziniert von dieser Frau, die sich für Kriege interessierte. Auch weil sie etwas Männliches hatte – aber durch und durch Frau blieb. Das zeigte sich etwa darin, dass sie sehr gut zuhören konnte.

Interview: Reto Schlatter

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AP-Fotografin Anja Niedringhaus (r) hier zusammen mit AP-Reporterin Kathy Gannon (m) bei einer Veranstaltung in Zürich (Foto: Beat Rüdt, MAZ)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Gott ist gross“, schreit der Soldat und zielt mit seiner Waffe auf die beiden Frauen, die auf der Rückbank des Autos sitzen. Die Fotografin und die Journalistin begleiten Wahlhelfer in der afghanischen Provinz Khost, als sie die Kugeln aus dem Lauf eines für ihre Sicherheit zuständigen Soldaten treffen. Die eine stirbt, die zweite überlebt schwer verletzt.

Es könnte eine der Geschichten sein, die Anja Niedringhaus erzählte, wenn sie vor den Studierenden am MAZ stand. Oder anlässlich des vom MAZ initiierten Besuch bei Keystone in Zürich mit ihrer Kollegin Kathy Gannon, an dem die beiden Frauen von ihren Reisen in Afghanistan berichteten. Von Reisen voller verrückter Episoden, Treffen mit Warlords, korrupten Soldaten, bestechlichen Lastwagenfahrern, amerikanischen Soldaten, afghanischen Mädchen, Mohnbauern, Taliban, Taxifahrern, Kriegsgefangenen. Wer Anja Niedringhaus zuhören durfte erlebte Afghanistan hautnah und erfuhr noch viel mehr, als ihre preisgekrönten Fotografien zeigen konnten.

Doch diese Reise war ihre letzte Reise. Anja Niedringhaus ist tot, Kathy Gannon schwer verletzt. Ihre Bilder werden bleiben. Ihre faszinierenden Erzählungen werden uns fehlen.

Beat Rüdt, MAZ-Studienleiter Visuelle Publizistik

 

Bilder von Anja Niedringhaus werden ab dem 11. April 2014 in der Winterthurer Galerie Coalmine ausgestellt

Bericht Tages-Anzeiger

Geschrieben von Frank Haenecke

4. April 2014 um 15:53

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Digitales Kuratieren mit Storify & Co. redaktionell gekonnt einsetzen

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Im modernen, digitalen Journalismus geht es zunehmend darum, im unendlichen Meer der globalen Netze relevante und interessante Inhalte zu finden, zusammenzustellen, anzureichern und im richtigen Kontext zu präsentieren – wofür sich der Begriff «Kuratieren» etabliert hat.

Was ist damit genau gemeint? Worauf muss geachtet werden? Wir beleuchten ganz praktisch die journalistische Vorgehensweise einer solche «Kuration» und geben einen Einblick in den dafür benötigten digitalen Werkzeugkasten. Eine zentrale Rolle spielt hier die Web-Applikation Storify, welche wir genauer unter die Lupe nehmen und einsetzen.

Dozent: Thom Nagy, Journalist, Neue Zürcher Zeitung

Lernziele

Die Teilnehmenden…
_wissen, was mit dem Buzzword «Kuratieren» gemeint ist
_können eine Geschichte mit Dritt-Inhalten erzählen
_kennen das Potential von Storify und können es journalistisch einsetzen
_kennen Risiken des digitalen Zitierens – und Methoden zur Verifizierung
> Zur Anmedlung

Geschrieben von Frank Haenecke

13. Februar 2014 um 20:34

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MAZ-Kompaktkurs Datenjournalismus

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Im achttägigen Lehrgang werden alle relevanten Aspekte rund um Datenjournalismus behandelt und ausführlich praktisch geübt: «Open-Data» und andere Datenquellen erschliessen, gewonnene Daten rsp. «Big-Data» analysieren, neue Rechercheformen anwenden, Tools auch bei der Darstellung von Ergebnissen einsetzen, mit datenbasierten Applikationen Mehrwerte schaffen, das Publikum mit Interaktion einbinden.
Der Kurs dient dem Erfahrungsaufbau, geht aber auch auf die organisatorischen Anforderungen ein, denn Datenjournalismus-Projekte erfordern andere Arbeitsabläufe, Gruppenprojekte, Ressourcenplanung.
Kursleiter ist Julian Schmidli, MAZ-Master-Absolvent, investigativer Journalist beim RechercheDesk der SonntagsZeitung und Le Matin Dimanche. Er hat sich auf datengetriebene Recherchen spezialisiert. Schmidli ist Mitglied vom Recherche-Club Investigativ.ch und twittert als @julianschmidli.
> Zur Anmeldung

Daten und Inhalte

 

11./12. September 2014
Modul 1: Grundlagen, Arbeits-Phasen, Datenerschliessung und Datenaufbereitung
Grundlagen: Wir sensibilisieren für die Chancen des Datenjournalismus; die Teilnehmenden verstehen, in wie vielen Themen Daten stecken und umgekehrt. Sie erhalten einen ersten Überblick über Anforderungen ans Ermitteln, Aufbereiten, Darstellen, Publizieren.
Datenerschliessung und -aufbereitung: Schneller und besser relevante Daten finden. Suchtechniken bei Google; Open Data und weitere grosse Datenquellen finden. Dann: Wie Datensätze kritisch geprüft und für die spätere Visualisierung aufbereitet werden. Wir erschliessen Illustrationsformen anhand griffiger Beispiele.
25./26. September 2014
Modul 2:«Data Stories» –  tägliche Anwendung; Visualisierung & Publikation
Daten aus dem eigenen Reichweitengebiet erschliessen, analysieren – und mit einfachen, aber wirkungsvollen Grafiken Zusammenhänge und Entwicklungen aufzeigen. Diese Arbeitsschritte können geschulte Journalisten innerhalb normaler täglicher Arbeitsabläufe erbringen.
Visualisieren: Geeignete Formen der Visualisierung kennen und anwenden. Wir stützen uns im Training auf einfache, aber korrekte Grundformen – zeigen aber auch, wie sich mit allmählich wachsendem Repertoire sehr ausdrucksstarke Visualisierungsformen und Kombinationsmöglichkeiten nutzen lassen.
Publizieren: Wir zeigen Modelle und erarbeiten Format- und Publikationsvarianten, die Mehrwert für eine Redaktion bieten.
24./25. Oktober 2014
Modul 3 «Data Specials» –  Wettbewerbsvorteile aufbauen
Die grossen Geschichten sorgen für Aufmerksamkeit. Diese Stufe bedingt Erfahrung und Zeiteinsatz und Teamwork – z.B. durch einen Journalisten, einen Grafiker und/oder einen Programmierer.
6./7. November 2014
Modul 4: «Data-Apps» – individuelle, interaktive Angebote, mit Refinanzierungsoptionen
Filterung, Individualisierung und Interaktion ermöglichen dynamische Nutzung und den Lesern/Nutzern eigene Schlüsse. Solche «Data Apps» entstehen in interdisziplinäre Teams aus Journalismus, Visualisierung/Design und Programmierung.
> Zur Anmeldung

Geschrieben von Frank Haenecke

13. Februar 2014 um 17:07

Medienkonferenz – So wird eine Story daraus

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Wer schreibt, was Mediensprecher diktieren, macht sich zum Sprachrohr. Wer an Medienkonferenzen eigene Stories findet, betreibt Journalismus. Wie spüre ich in Medienmitteilungen die wunden Punkte auf? Wir üben an konkreten Beispielen und im direkten Gespräch mit Mediensprechern.

> Details zum Kursangebot
> zur Anmeldung

Geschrieben von Gabriela Murer

26. März 2013 um 15:09

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Visual Multimedia Editor 2013/14 startet im September

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Der Start des Studiengangs «Visual Multimedia Editor» wurde von Frühling auf den Herbst verschoben. Im Bestreben, eine Studiengruppe zusammenzustellen, die optimal auf die Anforderungen und Lernziele der komplexen Ausbildung ausgerichtet ist, hat das MAZ entschieden, die Bewerbungsfrist zu verlängern und mit dem ersten Modul ein halbes Jahr später zu beginnen.

Der berufsbegleitende Studiengang «Visual Multimedia Editor» richtet sich an Journalisten, Bildredaktoren und Multimedia-Verantwortliche, die ihren Fokus auf visuelle und multimediale Berichterstattung legen.

> Details zu den Anforderung
> Modulprogramm

Geschrieben von Gabriela Murer

18. März 2013 um 15:37

Das kommunikative Backup von Barack Obama

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Robert Gibbs

Robert Gibbs war bis anfangs 2011 der Kommunikationschef und Coach von US-Präsident Barack Obama. Gibbs trainierte mit seinem Team Obama für die öffentlichen Auftritte und ist damit mitverantwortlich für die starken rhetorischen Auftritte des Präsidenten.

Als Medienverantwortlicher hatte er ein sehr gutes Gefühl für mögliche kommunikative Patzer aus dem weissen Haus. Präventiv – aber auch in Notsituationen glättete er kommunikative Wogen. So kam er auch zum Einsatz, als Michelle Obama auf dem Cover von «Vogue» unsensibel über ihre Vorlieben für Luxuskleider sprach. Das führt in einer Zeit der massiv steigenden Zahl von Arbeitslosen in USA zu einem kommunikativen Worst-Case. Gibbs konnte durch clevere Kommunikationsarbeit die Situation entspannen.

Kommunikation und gezielte Medienarbeit ist lernbar. So z.B. im CAS Rhetorik und Moderation und/oder im CAS Professionelle Medienarbeit. Wir lernen Sie mit Botschaften zu kommunizieren und trainieren mit Ihnen im TV-Studio. Für den Frühlingskurs hat es noch wenige letzte Plätze. Wir freuen uns auf Sie!

> zu den Details «CAS Rhetorik und Moderation»
> zu den Details «CAS Professionelle Medienarbeit»

Simon Kopp, Studienleiter MAZ

Geschrieben von Gabriela Murer

25. Januar 2013 um 12:05