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Archiv von der ‘Allgemein’ Kategorie

Res Strehle wird Präsident des MAZ-Stiftungsrats

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Im November 2015 wählte der MAZ-Stiftungsrat Res Strehle als Nachfolger von Iwan Rickenbacher, der von seinem Amt nach elf Jahren per 31.12.2015 zurücktritt.

strehle_res_2Mit Res Strehle wird das MAZ erstmals von einem Journalisten präsidiert. Er blickt auf eine über 30jährige erfolgreiche Karriere im Journalismus zurück – zuletzt als Chefredaktor des Tages-Anzeigers. In das neue Amt bringt er Erfahrung, Integrität und Managementqualitäten ein. Der scheidende Präsident Iwan Rickenbacher: «Res Strehle ist ein Journalist, der sein eigenes Tun immer wieder an hohen Massstäben ausrichtet – was Dozierende und Studierende am MAZ täglich anstreben.»

Seine Wahl ist ein Bekenntnis zur Raison d’Être des MAZ, der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten. MAZ-Direktor Diego Yanez: «Res Strehle ist eine ideale Besetzung. Er bürgt für einen Journalismus, der sich an Qualität und Relevanz orientiert – dies auch in einer digitalen Welt.» Strehle tritt sein Amt am 1. Januar 2016 an: «Ich freue mich auf diese Aufgabe. Das MAZ ist die Talentschmiede im Schweizer Journalismus und war für mich stets ein wichtiger Ort.»

Unter Iwan Rickenbacher, der das MAZ elf Jahre lang präsidierte, entwickelte sich die Institution zur führenden Journalistenschule der Schweiz. Parallel dazu wurde die zweite, von der Journalismusausbildung getrennte Abteilung Kommunikation und Rhetorik ausgebaut. Rickenbacher hinterlässt ein gesundes, erfolgreich positioniertes Unternehmen, das sich in einem schwierigen Marktumfeld dank diesen zwei Standbeinen behauptet. Mit seiner Weitsicht verstand er es, eine Strategie zu definieren, die diesen Erfolg sicherstellt.

MAZ-News

Foto: zVg

Geschrieben von Frank Haenecke

4. Dezember 2015 um 12:00

Abgelegt in Allgemein,MAZ-Interna

Visual Multimedia Editor 2013/14 startet im September

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Der Start des Studiengangs «Visual Multimedia Editor» wurde von Frühling auf den Herbst verschoben. Im Bestreben, eine Studiengruppe zusammenzustellen, die optimal auf die Anforderungen und Lernziele der komplexen Ausbildung ausgerichtet ist, hat das MAZ entschieden, die Bewerbungsfrist zu verlängern und mit dem ersten Modul ein halbes Jahr später zu beginnen.

Der berufsbegleitende Studiengang «Visual Multimedia Editor» richtet sich an Journalisten, Bildredaktoren und Multimedia-Verantwortliche, die ihren Fokus auf visuelle und multimediale Berichterstattung legen.

> Details zu den Anforderung
> Modulprogramm

Geschrieben von Gabriela Murer

18. März 2013 um 15:37

Das kommunikative Backup von Barack Obama

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Robert Gibbs

Robert Gibbs war bis anfangs 2011 der Kommunikationschef und Coach von US-Präsident Barack Obama. Gibbs trainierte mit seinem Team Obama für die öffentlichen Auftritte und ist damit mitverantwortlich für die starken rhetorischen Auftritte des Präsidenten.

Als Medienverantwortlicher hatte er ein sehr gutes Gefühl für mögliche kommunikative Patzer aus dem weissen Haus. Präventiv – aber auch in Notsituationen glättete er kommunikative Wogen. So kam er auch zum Einsatz, als Michelle Obama auf dem Cover von «Vogue» unsensibel über ihre Vorlieben für Luxuskleider sprach. Das führt in einer Zeit der massiv steigenden Zahl von Arbeitslosen in USA zu einem kommunikativen Worst-Case. Gibbs konnte durch clevere Kommunikationsarbeit die Situation entspannen.

Kommunikation und gezielte Medienarbeit ist lernbar. So z.B. im CAS Rhetorik und Moderation und/oder im CAS Professionelle Medienarbeit. Wir lernen Sie mit Botschaften zu kommunizieren und trainieren mit Ihnen im TV-Studio. Für den Frühlingskurs hat es noch wenige letzte Plätze. Wir freuen uns auf Sie!

> zu den Details «CAS Rhetorik und Moderation»
> zu den Details «CAS Professionelle Medienarbeit»

Simon Kopp, Studienleiter MAZ

Geschrieben von Gabriela Murer

25. Januar 2013 um 12:05

Einblick in den Studiengang für Visualisierungsprofis

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Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Studiengangs Visual Multimedia Editor (VME) Ende September 2012, laufen die Vorbereitungsarbeiten für die zweite Ausgabe ab April 2013 auf Hochtouren. Das Kursprogramm wurde von elf auf zwölf Wochenmodule erhöht, um den Studentinnen und Studenten noch mehr fundiertes Wissen in allen Bereichen des visuellen Journalismus zu vermitteln. Im Fokus der Ausbildung stehen die crossmediale, multimediale und interaktive Vermittlung von Fotografien, Videos, Grafiken und Karikaturen so wie die Beschaffung, Bewertung und Aufbereitung der Inhalte.

zur Gesamtübersicht (PDF)

Geschrieben von Gabriela Murer

13. Dezember 2012 um 14:39

Verdeckte Recherche missverstanden

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Ein falsches Facebook-Profil eines «20 Minuten»-Journalisten und ein «Juxtelefon» von australischen Radiomoderatoren bringen die verdeckte Recherche in Verruf und schädigen so ein wichtiges journalistisches Mittel. Zu Unrecht.

Da taucht im Internet ein Sexvideo einer jungen Schweizerin auf, das mutmasslich ihr Ex-Freund auf Facebook aufgeschaltet hat. Und flugs eröffnet ein «20 Minuten»-Journalist ein Fake-Profil unter dem mutmasslichen Namen des Opfers. Eine verdeckte Recherche also. Kollegen der Gratiszeitung decken sein Vorgehen auf, und der Mann wird entlassen.

Richtig so, denn verdeckte Recherche darf gemäss der klaren Praxis des Schweizer Presserates nur dann eingesetzt werden, wenn

1.  ein überwiegendes Interesse an einer Information besteht und
2. die Information auf anderem Wege nicht zu beschaffen ist (ultima ratio).

Beim «20-Minuten»-Fall muss an beidem gezweifelt werden. Journalisten sollten die Strafverfolgungsbehörden mal arbeiten lassen und sich nicht als Parallelermittler gebärden. Es gibt (derzeit) kein überwiegendes öffentliches Interesse an Informationen über die Freunde des Opfers. Die Ultima-Ratio-Regel greift schon gar nicht.

Ganz ähnlich liegt der Fall bei den Juxanrufen der beiden australischen Moderatoren in der Klinik, in der Herzogin Kate Middleton wegen Schwangerschaftsbeschwerden behandelt wurde. Dieses Telefonat wird als «Scherzanruf» heruntergespielt, ist aber eigentlich eine illegitime verdeckte Recherche. Denn auch da sind die Anforderungen klar nicht erfüllt. Es fehlt ebenfalls bereits am überwiegenden öffentlichen Interesse an Informationen über Schwangerschaftsbeschwerden Middletons.

Mit diesen beiden Fällen gerät die verdeckte Recherche in Verruf. Zu Unrecht. Denn – richtig eingesetzt – ist sie ein kraftvolles und nötiges Mittel des investigativen Journalismus.

Dass sie in Verruf gerät, ist für die Schweiz fatal. Denn das Schweizer Bundesgericht hat eine sehr rigide Praxis zu verdeckten Recherchen entwickelt, die in der Praxis gerade die seriösen Journalistinnen und Journalisten nur allzu oft davon abhält, sie einzusetzen.

So hat das Bundesgericht zum Beispiel einen Journalisten des «Corriere della Sera» abgestraft, der sich von einer Schlepperorganisation über die grüne Grenze bringen liess, um die Flüchtlingsdramen an der Schweizer Grenze hautnah beschreiben zu können. Er wurde wegen illegalen Grenzübertritts mit 250 Franken gebüsst.

Wenn nun gedankenlose Journalisten die verdeckte Recherche klar fehlerhaft einsetzen, festigt dies die falsche Meinung der Richter, diese Methode sei weiterhin einer rigiden Praxis zu unterwerfen. Und das wiederum hält seriöse Journalisten davon ab, sie – wenn es nicht anders geht zu Recht – einzusetzen.

Dominique Strebel, Studienleiter MAZ

 

Geschrieben von Gabriela Murer

12. Dezember 2012 um 15:24

Rhetorische Visionen

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Heute sind die Mitglieder der Jungen Wirtschaftskammer Luzern (JCI Junior Chamber International Luzern) bei Oliver Schroeder, Studienleiter am MAZ zu Gast. Thema des Abends: «Rhetorische Visionen» Warum der Erste Eindruck entscheidet und der letzte haften bleibt.

> zu unserem Angebot in der Abteilung Kommunikation
> mehr Infos zur Veranstaltung

Geschrieben von Gabriela Murer

22. Mai 2012 um 12:55

Tagesschau-Chef Urs Leuthard will primär Motivator sein

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Urs Leuthard

Er führt 70 Leute, leitet täglich fünf Tagesschau-Ausgaben und das 365 Tage im Jahr: Der neue Redaktionsleiter der Tagesschau, Urs Leuthard, hat sich für seine Aufgabe viel vorgenommen. «Ich will Energie ausstrahlen und übertragen», verrät er vor den Teilnehmern des MAZ-Kurses Redaktionsmanagement. «Und ich will in meinem Team eine angstfreie Kommunikation.»

Urs Leuthard versteht sich denn auch vor allem als Motivator. Wichtig sei es in seinem Führungsalltag, ganz viel Feedback zu geben. Ob positiv oder negativ sei gar nicht so entscheidend. Nur so könne man in Beziehung treten zu seinen Mitarbeitenden, sagte der ehemalige Arena-Leiter und Rundschau-Moderator Urs Leuthard.

Geschrieben von Gabriela Murer

22. Mai 2012 um 08:08

Datenjournalismus in der Schweiz – Der Unfallatlas 2011

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Oh, er lebt doch, der Datenjournalismus in der Schweiz! MAZ-Masterabsolvent Julian Schmidli und seine Kollegen von der Sonntagszeitung haben vier Wochen lang 250’000 Excel-Tabellen ausgewertet. Das Resultat: Der ultimative Unfallatlas der Schweiz:

 

 Zum Trendthema Datenjournalismus lädt das MAZ am 21. Juni 2012 in Zürich zur Tagung ein.
«Wie aus Daten Geschichten werden: Journalismus im Zeitalter von Open Data», «Wo stehen wir mit  Open (Government) Data in der Schweiz?» – diese und weitere Inputs von Fachleuten stehen im Zentrum.

Geschrieben von Gabriela Murer

21. Mai 2012 um 10:06

Der starke Titel

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Der Titel ruft nach Aufmerksamkeit. Aber wie findet sich der passende? Der Kurs offeriert Verfahren, Lösungen, gute Titel. Gestärkt, weil mit starken Strategien im Gepäck, gelingt die nächste Titelfindung gewiss. So muss es sein, denn auch der gute Titel stärkt gleich am Anfang den guten Text.

> mehr zum Seminarangebot

Geschrieben von Gabriela Murer

8. Mai 2012 um 09:17

Kompaktkurs Lokaljournalismus gestartet

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Kompaktkurs Lokaljournalismus

Wenn die Globalisierung immer mehr unser Leben bestimmt, wird Lokaljournalismus immer wichtiger. Wie er gelingen und sein Publikum erreichen kann, lernen 14 Lokajournalistinnen und -journalisten seit 12. April am MAZ.

Für Dozent Jörg Meier, Redaktor und Autor bei der Aargauer Zeitung, sind drei Dinge wichtig:

1. Lokaljournalisten müssen das Handwerk aus dem ff beherrschen. Dazu braucht es Aus- und Weiterbildung, es braucht Übung und Erfahrung, es braucht aber auch den Austausch mit Kollegen.

2. Gerade auch für Lokaljournalisten gilt: Ich muss die journalistischen Regeln und ethischen Richtlinien kennen; ich muss wissen, wie gross mein Spielraum ist und wie weit meine Grenzen gesteckt sind.

3. Lokaljournalisten müssen ein ausgeprägtes Selbstverständnis entwickeln: Wer bin ich? Was kann ich? Wie weit kann ich meine Rolle als Lokaljournalist ausreizen – bewusst auch mit Blick auf die Rahmenbedingungen, denen ich unterworfen bin?

Die 14 Journalistinnen und -journalisten arbeiten in unterschiedlichsten Lokalredaktionen – von der Appenzeller Zeitung bis zum Zürcher Oberländer. Der Kompaktkurs umfasst sieben Module und dauert bis Ende Juni.

 

Geschrieben von Gabriela Murer

12. April 2012 um 14:40