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MAZ twittert…
MAZ fragt: Wozu noch Journalismus?
… und Persönlichkeiten aus Medien, Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft geben anregende Antworten.
zur Serie Wozu noch Journalismus
Sie zeigen uns die Bedeutung unseres Berufes auf – wir sind gefordert als Navigatoren, als Frühwarnsystem der Nation und als «Aufmischer» der Infoklumpen. Journalismus als Fegefeuer der Denkfaulheit… Und sie motivieren zu analysieren, zu hinterfragen und zu vertiefen, einzuordnen und zu bewerten und für Bedingungen einzustehen, welche dies ermöglichen. (MAZ)
Auf einem dazu extra eingerichteten Blog können die Statements kommentiert werden.
«Was alle Gespräche beherrscht, sind gute Geschichten»
«Times»-Chefredaktor James Harding argumentiert in einem Interview in der «Zeit», warum die «Times» ihre Inhalte im Netz bezahlen lassen will.
Er weiss, dass dies ein langer Weg , und er von seinen Mitbewerbern sehr genau beobachtet wird. Harding ist aber überzeugt:
Ich habe das Gefühl: Während wir voranschreiten und allmählich diese Lesergemeinde aufbauen, werden mehr und mehr Zeitungen herausfinden, dass das Verschenk-Modell nicht funktioniert.
Dr. mult.Media – titelt die NZZ zum NMJ-Master
Das Berufsfeld Journalismus ist im Umbruch. Ein neues Ausbildungsangebot versucht darauf zu reagieren. Journalismus-Bildungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind daran beteiligt. > mehr hier:
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/dr_mult_media_1.5380038.html
oder hier: http://www.maz.ch/Journalismus/Info_Master_NMJ.asp?n=013000
Wir haben keine Krise im Journalismus
Alan Rusbridger, Chefredaktor des Guardian, sieht keine Krise des Journalismus. “Es gab noch nie so viel tolle Möglichkeiten für JournalistInnen. Es gibt ein phantastisches Potential. Wir sollten nicht in Krisen, sondern in Potentialen denken. Es ist eine Krise der Medienhäuser – und allenfalls auch eine der Journalisten. Aber fürs Publikum ist es keine. Dieses bekam noch nie so viel so gute Infos.
Deshalb: think about journalism before business-models.” Das sagte er an einer Forschungstagung, die das MAZ mit dem European Journalism Observatory Lugano und dem Wiener Medienhaus organisierte.
Wolfgang Blau, Chefredaktor von Zeit Online, rief, wie Rusbridger zu einem kollaboativen Journalismus auf. “Die Medien müssen sich beeilen auch so kommunikativ zu sein wie Service-Websiten. Wir müssen auf Augenhöhe mit unseren Lesern kommunizieren. So werden wir jeden Tag besser. Allerdings ist der Dialog nicht immer einfach und lustig.”
Wege zum Journalismus – die coole Tour
Das euch das nicht entgeht: Checkt mal das Flussdiagramm in Fluter.de von Fabian Dietrich
http://www.fluter.de/de/81/heft/7818/?tpl=162
Spitze!
Konvergenz als Selbstverständlichkeit und Gewinn
Die drei renommierten britischen Zeitungen Guardian, Times und Daily Telegraph sind überzeugt vom konvergenten Arbeiten. Die Redaktionen und die Organsiation sind entsprechend gestaltet. Ziel ist, die starke Marke auch im Internet zu wahren. Die Leser verbinden die verschiedenen Kanäle des selben Titels, deshalb müssen alle zur Qualität beitragen, so die Überzeugung. Die Redaktionen stellen deshalb auch fürs Netz zunehmend gute Schreiber an und professsoinalisieren die Audio und Videobeiträge. Für den Guardian beispielsweise ist die BBC Benchmark.
Mehr http://www.maz.ch/service/publikationen.asp?n=032200
Studie zum Wandel des journalistischen Berufsbildes
In der Berufsbild- Diskussion am MAZ beziehen wir uns unter anderem auf die wegweisende Studie von
Christoph Neuberger/Christian Nuernbergk/Melanie Rischke: Journalismus im Internet: Zwischen Profession, Partizipation und Technik – Ergebnisse eines DFG-Forschungsprojekts. Fachzeitschrift, MediePerspektiven 4/2009
http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/04-2009_Neuberger.pdf
In allen Mediengattungen von besonderer Relevanz sind diese Eigenschaften bzw. Ausbildungsziele:
gute Allgemeinbildung
zielgruppengerechte Informationsaufbereitung
fundierte journalistische Ausbildung (z. B. Volontariat,
Journalistenschule, Journalistikstudium)
Bereitschaft zum Dialog mit den Nutzern
Vermittlungskompetenz für mehrere Medien
(z B. Text, Bild, Video)
besonderes Ressort- und Spezialwissen