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Im Test: Online-Bildbearbeitungstools

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Die Studierenden des Studienganges «Visual Multimedia Editor» am MAZ haben fünf Internetseiten für Bildbearbeitung genauer unter die Lupe genommen und bewertet. Im Fokus stand der Einsatz in einem professionellen Umfeld.

Ihr Fazit zeigt klar: Keine der fünf getesteten Anwendungen, die allesamt gratis und ohne Registrierung benutzt werden können, kann mit einer professionellen Bildbearbeitungssoftware mithalten. Aber der «Testsieger» http://www.pixlr.com/ bietet einen erstaunlich grossen Funktionsumfang. Beim zweitplatzierte Phtoshop Elements online http://www.photoshop.com/ hat vor allem die Benutzeroberfläche überzeugt.

Die getesteten Bildbearbeitungsseiten:



www.pixlr.com
Kurzbeschrieb: Vollständige Online-Bildbearbeitung, die fast alle nötigen Funktionen anbietet. Eine Photoshop-Kopie.
Die wichtigsten Funktionen: Alle benötigten Bildbearbeitungsfunktionen sind vorhanden.
Positiv: Vollständigket, gratis, kein Login, mehrere Schritte rückgängig machen.
Vermisst: Bildauflösung kann weder angeschaut noch angepasst werden, Stabilität (Manchmal abgestürzt bei schlechter Verbindung).
Funktionsumfang: 5
Benutzeroberfläche: 3

www.photoshop.com
Kurzbeschrieb: Photoshop Express online Version, browserbasierend, ohne Login, gratis, für beschränkte Bildbearbeitung und variantenreiche Bildverfremdung.
Die wichtigsten Funktionen: Zuschneiden/Drehen, Belichtung, Retouchieren, Nachschärfen, Spielerische Effekte.
Positiv: Zuschneiden/Drehen, Live-Vorschau für alle Funktionen, Bedienung, partielles Abwedeln und Nachbelichten möglich.
Vermisst: Auswahl,  Kontrast, Anpassung Bildgrösse ungenügend, fehlende Bildinformationen, verwirrender «Fertig»-Button.
Funktionsumfang: 3
Benutzeroberfläche: 5   

www.picnik.com (ist per Ende April 2012 abgeschaltet, weil von Google aufgekauft – admin.)
Kurzbeschrieb: Basic-Bildbearbeitungsprogramm, spielerische Effekte und schnelle oberflächliche Bearbeitung.
Die wichtigsten Funktionen: Grundfunktionen (Schneiden, Drehen, Belichtungskorrektur, Farben, Schärfe, Grösse), viele vorgegebe Effekte möglich (Spasseffekte).
Positiv: einfach geraderichten (in einem Schritt), einfach komprimierbar (Dateigrösse sichtbar), einfache Handhabung.
Vermisst: Werkzeuge fehlen (z.B. Auswahl), mehrere Bilder gleichzeitig nicht möglich, nur 2 Bildformate (jpg und png), nur Einzelschritte zurück (keine Historie).
Funktionsumfang: 3,5
Benutzeroberfläche: 3,5

www.splashup.com
Kurzbeschrieb: Rudimentäres und schwerfälliges online-Bildbearbeitungsprogramm mit grösserer Absturzgefahr.
Die wichtigsten Funktionen: Bildimport möglich aus flickr, facebook, etc. (nur mit splashup-Login möglich), Schneiden (aufgepasst, keine Feinregulierung!), Drehen (relativ kompliziert), Filter-Möglichkeiten vorhanden, aber die Filter sind nicht regulierbar, Zeichnen von Formen möglich, Layout (Zusammenschnitt) mit viel Geduld möglich, Speichermöglichkeitern: jpg, png, fxo plus Komprimierungstufe.
Positiv: Import-Möglichkeiten, Ebenen-Bearbeitung vorhanden, Online-Zugriff von überall möglich, ohne Software-Installation, Beim Zeichnen kann man sich kreativ ausleben (siehe: http://snag.gy/r9fBx.jpg).
Vermisst:  Bedienung des Programms ist zu wenig intuitiv, Tastenkürzel, Feinregulierung der Zoom-Stufen, präzise Zuschneidemöglichkeit (z.B. Eingeben der Bildgrösse), nur englische Version, Tonwertkorrektur, Gradation.
Funktionsumfang: 2,5
Benutzeroberfläche: 4

www.pixenate.com
Kurzbeschrieb: Bildeditor, verspielt
Die wichtigsten Funktionen: Schneiden, rote Augen, Drehen 90/270°, Spiegeln horizontal/vertikal, Bildgrösse (Proportionen beibehlten), Helligkeit (Gradation nicht steuerbar, automatisch schrittweise gesteuert), basic Farbeinstellungen – grob steuerbar.
Positiv: Funeffekte, Schneidfunktion
Vermisst: Deutsche Sprache, Bedienerfreundlichkeit,  Speichern unter/eigener Dateiname nicht möglich, Schärfen nicht möglich, Bildauflösung ändern nicht möglich, Frei transformieren nicht möglich
Funktionsumfang: 3
Benutzeroberfläche: 2

Geschrieben von Gabriela Murer

22. Februar 2012 um 16:33

Die Debatte über «Das Web ist tot!»

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Zwei Internet-Vordenker liefern sich eine spannendes Duell: Chris Anderson, Herausgeber von Wired, und Michael Wolf, Schreiber für dasselbe Blatt, aber auch für Vanity Fair, und Gründer von Newser. Wer nicht weiter liest, wird auf die falsche Fährte geführt. Denn der volle Originaltitel des Posts vom 17.8.2010 heisst in voller Länge

The Web Is Dead. Long Live The internet.

Es geht um den Machtkampf zwischen den Giganten wie Google, Facebook, oder Apple. Und es geht um Apps, die das Netz segmentieren, und über die man einen Zugang zum Internet erhält, ohne vorher Google bemühen zu müssen.

Die Apps sind ja die neuen Hoffnungsträger für die Verlage. Darum hat Anja Seeliger für den Perlentaucher mal die angelaufene  Diskussion dokumentiert. Gedanken und Querverweise zu all den unterschiedlichen Strippenzieher im Netz sind aufgeführt. Eine gute Zusammenfassung als ein Einstieg in eine Diskussion, die sich noch lange weiter ziehen dürfte.

Geschrieben von Jodok Kobelt

23. August 2010 um 11:37