Archiv von der ‘Online-Journalismus’ Kategorie
Studie zum Wandel des journalistischen Berufsbildes
In der Berufsbild- Diskussion am MAZ beziehen wir uns unter anderem auf die wegweisende Studie von
Christoph Neuberger/Christian Nuernbergk/Melanie Rischke: Journalismus im Internet: Zwischen Profession, Partizipation und Technik – Ergebnisse eines DFG-Forschungsprojekts. Fachzeitschrift, MediePerspektiven 4/2009
http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/04-2009_Neuberger.pdf
In allen Mediengattungen von besonderer Relevanz sind diese Eigenschaften bzw. Ausbildungsziele:
gute Allgemeinbildung
zielgruppengerechte Informationsaufbereitung
fundierte journalistische Ausbildung (z. B. Volontariat,
Journalistenschule, Journalistikstudium)
Bereitschaft zum Dialog mit den Nutzern
Vermittlungskompetenz für mehrere Medien
(z B. Text, Bild, Video)
besonderes Ressort- und Spezialwissen
Ausgezeichnet: Reporter Preise 2009
Die Reportage, eine herausfordernde journalistische Form. Für den Leser wohl eine der spannendsten. Das Reporter-Forum zeichnet jedes Jahr besonders gelungene Reportagen aus. Mittlerweile stammen die Reportagen nicht mehr nur aus der Print-Welt. Auf Meedia fand ich die GewinnerInnen des Reporterpreises 2009.
Auf der Homepage des Reporter Forums sind nicht nur Teilnahme-Bedingungen und die Texte, sondern auch noch diverse Hintergrund-Materialien zu holen.
Google als Go-Between
Während sich die Verleger die Haare raufen, wie sie Google in die Schranken weisen könnten, oder mindestens eine Rechnung schicken könnten geht der Netz-Riese einen anderen Weg. Wie der Mediendienst KRESS berichtet, testet Google einen neuen Dienst namens «YouTube direct». Google wirkt dabei als Vermittler zwischen Bürger-Journalist und Verlags-/Medienhaus. Wie’s funktioniert erklärt dieser Beitrag.
Testläufe mit der Huffington Post seien bereits getätigt worden, Bilanz: Positiv. Jetzt wird’s auch für die Multimediahäuser enger.
Ein grosser Titel: «Internet-Manifest»
Die Vordenker und -Schreiber der deutschen Blog-Szene haben sich zusammen getan um einmal mehr über den Online-Journalismus nachzudenken, resp. wie dieser den Journalismus an sich verändert hat. 17 Thesen sind dabei entstanden. Die haben nicht dasselbe Gewicht wie weiland die Lutherschen Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg. Sie fassen nur Einsichten und Aussichten zusammen, die alle, welche diese Diskussion ein bisschen verfolgten, irgendwo schon mal gelesen haben. Nun gut.
Die Kommentare sprudeln, der eigentliche Hauptserver soll nach Veröffentlichung gar in die Knie gegangen sein. Die Thesen sind deshalb auch bei einigen der Erstunterzeichner zu finden, also z.B. bei Stefan Niggemeier, Markus Beckedahl, Johnny Haeusler oder Thomas Knüwer. Ich misch mich jetzt nicht ein, häng aber eine kleine Bemerkung an. Im Untertitel ist zu lesen
Wie Journalismus heute funktioniert.
Und ich denk jetzt darüber nach, ob «Journalismus» «funktionieren» muss, und wenn ja, wie.