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Ein Blog der Schweizer Journalistenschule MAZ

Welches Wissen Social-Media-Dozierende am MAZ teilen

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MAZ-Dozierende im Bereich Social Media (SoMe) nutzen diese selber fleissig, teilen ihr Wissen, berichten in Blogs und Newslettern und versorgen Interessierte mit wertvollen Tipps. Alle sind sie auf Facebook und mit Tweets unterwegs, auf Business-Plattformen vernetzt oder sie bieten Stoff auf Slideshare ‑ und die meisten führen eine Website bzw. einen Blog. Hier vor allem wird fündig, wer Top-Content sucht. Wir haben uns umgeschaut:

Eine Instanz ist Marcel Bernet. Seine Agentur Bernet_PR teilt sehr umfangreiches, kompetentes Wissen: Zum einen alle zwei Monate in einem «Anstoss-Newsletter». Aktuell erfährt man etwa, was bei einem Webrelaunch und einer «Mobilmachung» unbedingt zu beachten ist.

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Geschrieben von Frank Haenecke

7. Januar 2013 um 17:56

Einblick in den Studiengang für Visualisierungsprofis

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Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Studiengangs Visual Multimedia Editor (VME) Ende September 2012, laufen die Vorbereitungsarbeiten für die zweite Ausgabe ab April 2013 auf Hochtouren. Das Kursprogramm wurde von elf auf zwölf Wochenmodule erhöht, um den Studentinnen und Studenten noch mehr fundiertes Wissen in allen Bereichen des visuellen Journalismus zu vermitteln. Im Fokus der Ausbildung stehen die crossmediale, multimediale und interaktive Vermittlung von Fotografien, Videos, Grafiken und Karikaturen so wie die Beschaffung, Bewertung und Aufbereitung der Inhalte.

zur Gesamtübersicht (PDF)

Geschrieben von Gabriela Murer

13. Dezember 2012 um 14:39

Verdeckte Recherche missverstanden

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Ein falsches Facebook-Profil eines «20 Minuten»-Journalisten und ein «Juxtelefon» von australischen Radiomoderatoren bringen die verdeckte Recherche in Verruf und schädigen so ein wichtiges journalistisches Mittel. Zu Unrecht.

Da taucht im Internet ein Sexvideo einer jungen Schweizerin auf, das mutmasslich ihr Ex-Freund auf Facebook aufgeschaltet hat. Und flugs eröffnet ein «20 Minuten»-Journalist ein Fake-Profil unter dem mutmasslichen Namen des Opfers. Eine verdeckte Recherche also. Kollegen der Gratiszeitung decken sein Vorgehen auf, und der Mann wird entlassen.

Richtig so, denn verdeckte Recherche darf gemäss der klaren Praxis des Schweizer Presserates nur dann eingesetzt werden, wenn

1.  ein überwiegendes Interesse an einer Information besteht und
2. die Information auf anderem Wege nicht zu beschaffen ist (ultima ratio).

Beim «20-Minuten»-Fall muss an beidem gezweifelt werden. Journalisten sollten die Strafverfolgungsbehörden mal arbeiten lassen und sich nicht als Parallelermittler gebärden. Es gibt (derzeit) kein überwiegendes öffentliches Interesse an Informationen über die Freunde des Opfers. Die Ultima-Ratio-Regel greift schon gar nicht.

Ganz ähnlich liegt der Fall bei den Juxanrufen der beiden australischen Moderatoren in der Klinik, in der Herzogin Kate Middleton wegen Schwangerschaftsbeschwerden behandelt wurde. Dieses Telefonat wird als «Scherzanruf» heruntergespielt, ist aber eigentlich eine illegitime verdeckte Recherche. Denn auch da sind die Anforderungen klar nicht erfüllt. Es fehlt ebenfalls bereits am überwiegenden öffentlichen Interesse an Informationen über Schwangerschaftsbeschwerden Middletons.

Mit diesen beiden Fällen gerät die verdeckte Recherche in Verruf. Zu Unrecht. Denn – richtig eingesetzt – ist sie ein kraftvolles und nötiges Mittel des investigativen Journalismus.

Dass sie in Verruf gerät, ist für die Schweiz fatal. Denn das Schweizer Bundesgericht hat eine sehr rigide Praxis zu verdeckten Recherchen entwickelt, die in der Praxis gerade die seriösen Journalistinnen und Journalisten nur allzu oft davon abhält, sie einzusetzen.

So hat das Bundesgericht zum Beispiel einen Journalisten des «Corriere della Sera» abgestraft, der sich von einer Schlepperorganisation über die grüne Grenze bringen liess, um die Flüchtlingsdramen an der Schweizer Grenze hautnah beschreiben zu können. Er wurde wegen illegalen Grenzübertritts mit 250 Franken gebüsst.

Wenn nun gedankenlose Journalisten die verdeckte Recherche klar fehlerhaft einsetzen, festigt dies die falsche Meinung der Richter, diese Methode sei weiterhin einer rigiden Praxis zu unterwerfen. Und das wiederum hält seriöse Journalisten davon ab, sie – wenn es nicht anders geht zu Recht – einzusetzen.

Dominique Strebel, Studienleiter MAZ

 

Geschrieben von Gabriela Murer

12. Dezember 2012 um 15:24

Datenjournalismus-Tagung: Was in der Ausbildung anfällt

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An der 2. Schweizer Tagung zu Datenjournalismus ging es unter anderem um die Frage, was denn Journalisten von diesem Trend-Metier wissen müssen – also auch, worin sie auszubilden sind.

Wie bei so vielem Neuen geht es um eine realistische Einordung, denn «Datajournalism» ist zunächst eine zusätzliche Darstellungsform mit verschiedenen Facetten und eine Ermittlungsmethode. Dann helfen Einsteigern der Abbau von Berührungsängsten und eine neugierige Einstellung zu neuen Möglichkeiten bei der datengestützten Recherche. Nützlich hier: Kenntnisse von Excel und GoogleDocs – Statistik-Grundlagen, eine um Datenaspekte erweitere Berufsethik (Datenschutz bzw. -Transparenz) und Wissen um OpenData-Anliegen. Hier hat das MAZ passende Angebote.

Aufgeschlossene Redaktionen mit «innovativen Chefs», die eine diesbezügliche Weiterbildung einplanen, erschliessen das weitere Feld am besten mit Kursen zur Ermittlung und Auswertung von Datenquellen («Scraping»; auch hier hilft das MAZ). Das so Gefundene («Hier sind Schätze zu bergen, Muster zu erkennen») kann entweder in bestehende Gefässe eingebunden werden, als Grafik z.B. in einem Zeitungsbericht.

Oder es wird mit entsprechender Software weiter visualisiert und aufbereitet – etwa zu interaktiven Onlinegrafiken oder zu spielerischen Applikationen für die Verbreitung in sozialen, mobilen Medien. Da tun sich komplexere Fragen auf, die eher eine Sache für Schnittstellen-Programmier und Infografiker sind. Diese können als Freelancer beigezogen werden.

In den elaborierteren Anwendungen von Datenjournalismus kommen Kompetenzen im Storytelling hinzu, bei der es auch darum geht, einen (Weiter-) Erzählwert aufzuspüren, zu pflegen und die Geschichte weiterzudrehen, mit Social-Media-Esprit.

Organisatorisch können Entwicklerteams mit Spezialkompetenzen der Kernredaktion beigestellt werden, wie das etwa bei Zeit Online praktiziert wird.

In diesem Sinne plädierten die Experten an der Tagung für eine gestaffeltes Vorgehen bei der Kompetenzaufbau in den Redaktionen: Praktisches Basis-Knowhow in Workshops, bei Bedarf Beizug von Spezialisten mit vertiefter Programmier- und Grafik-Ausbildung. Grössere Redaktionen werden letztere bei sich anstellen und weiterbilden, kleinere sich auf dem Markt der Agenturen und Freien bedienen.

 

Diskutierten moderne Facetten des Journalismus in gediegenem Ambiente: Joseph Dreier, Dozent für Datenjournalismus und Infografik am MAZ, Sascha Venohr, Entwicklungsredaktion Zeit online, Gabriel Hase, Webentwickler bei Upfront, Remo Leupin, Co-Redaktionsleiter Tageswoche. Zürich, 20.11.2012.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziel der vom Medienunternehmen AWP, dem MAZ und der Wirtschaftsinformationsfirma OFWI organisierten Veranstaltungsreihe ist, eine Plattform für Datenjournalismus in der Schweiz zu schaffen sowie Spezialisten und Interessierte zusammenzubringen.

Frank Hänecke, 20.11.2012

NB: Zusammenfassung und weitere Links bei Infocube: http://inside.infocube.ch/index.php?cID=249

Daten-Journalismus-Tagung Zürich, 20.11.2012

Geschrieben von Frank Haenecke

20. November 2012 um 17:09

Guido Mingels am MAZ

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Guido Mingels

Guido Mingels stellt sein Reportagenbuch vor. «Reisen ins Landesinnere. Reportagen aus der Schweiz.» Mit Bildern von Andri Pol.Jedermann und -Frau laden wir herzlich dazu ein: Am Montag 22. Oktober, 10.00 bis 12.00 Uhr – am MAZ

Guido Mingels, geboren 1970, stammt aus Dagmersellen (LU). Er ist Reporter beim Spiegel. Er arbeitete für DAS MAGAZIN des Tages-Anzeigers, zunächst als Redaktor, später als Autor in New York. 2003 wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Mingels lebt mit seiner Familie in Hamburg. Sein Buch ist im Applaus-Verlag erschienen.

Geschrieben von Gabriela Murer

17. Oktober 2012 um 13:24

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Gut sein … und noch besser werden!

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Wie wird meine Radiosendung einmalig? Wie treffe ich die Stimmung des Hörers? Wie formuliere ich Teaser schmackhaft, damit die Hörerin das Programm kosten will? Wer täglich vor dem Mikrofon sitzt, hat Erfahrung. Aber auch bei Routiniers  schleichen sich Gewohnheiten ein, setzen sich Floskeln fest, blitzen Macken auf, verliert man die Hörer gelegentlich aus dem Blickfeld.

Im Kurs On Air! – Coaching für RadiomoderatorInnen geht es darum zu erkennen, worin man stark ist, was man beherrscht, aber auch: Wo liegt mein Potential, wie werde ich noch besser!

Dozent Nik Eugster hatte Moderationen jedes Teilnehmers angehört und sprach im Feedback klare Worte. Er lobte, motivierte, zeigte auf, wo  solide Arbeit geleistet wird. Er legte den Finger aber auch gnadenlos auf Aspekte, wo jeder  noch Potential hat, wo er zulegen kann. Um im Sechser-Team individuelle Arbeit zu leisten, verlangte der Kurs ein spezielles Konzept: Individuelles Coaching, die  vertiefte Auseinandersetzung mit  einem Thema im Zweierteam sowie maximaler Profit aus den anderen Teams und mit anderen Themen.

Bilanz: Das Experiment ist gelungen. Die sechs Moderatorinnen und Moderatoren aus verschiedenen Privatradiostationen vertieften sich in ihr Thema, erhielten vom Dozenten Inputs, reflektieren und trainierten in den MAZ-Radiostudios. Die natürliche Sprechhaltung entdecken, sich auf die Tagesstimmung des Hörers einstellen, flotte Teaser schreiben und präsentieren sowie Hörernähe herstellen – diese Themen wurden von je einem Zweierteams erarbeitet und am Schluss an die anderen Teams mit neuen Inputs, Erfahrungen, Tipps weitergegeben.

Geschrieben von Gabriela Murer

4. Oktober 2012 um 11:33

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Community-Pflege in Social Media – Werkzeugkasten für Redaktionen

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Moderne Medien integrieren Social Media wie Facebook, Twitter, YouTube in ihren Output und in ihren Dialog mit dem Publikum. Doch viele Redaktionen suchen hier noch praktikable Ansätze.

  • Was sind passende Inhalte am richtigen Ort zur richtigen Zeit?
  • Wie bringt man Zielsetzung und Ressourcen zusammen?
  • Wie erreicht man in SoMe Beachtung, wie managt man Communities?
  • Wie organisiert man diese Arbeit – und was sollten SoMe-RedaktorInnen können?

Im Kurs am MAZ lernen wir von Erfolgsgeschichten. Ein Profi der jungen Generation analysiert schweizerische und internationalen Brands, zeigt Best-Practice-Beispiele und gibt reichlich Tipps für den gut sortierten Werkzeugkasten – auch für kleinere, weniger arbeitsteilige Teams.

Dozent am MAZ: Martin Oswald von der Webredaktion DRS 3

Martin Oswald, selber MAZ-Absolvent, leitet die Webredaktion von SRF3  und ist am Puls der SoMe-Aktivitäten des Senders. Er geht auch auf die Vorzeige-Kampagne «Jeder Rappen zählt» von Radio SRF 3  ein.

Zum Kurs

Geschrieben von Frank Haenecke

27. September 2012 um 16:39

Erster Schweizer Recherchetag am MAZ

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So recherchiert man effizient und findet neue Stories

Über Tricks und Tipps in der Recherche  zu sprechen, ist für Journalisten meist tabu. Jeder will seine Kniffs für sich  behalten. An dieser Tagung ist es für einmal anders. 12  Journalistinnen und Journalisten beschreiben  ihre Erfahrungen, ihre Methoden und Erfolgsrezepte zu so unterschiedlichen  Themen wie effizient Googlen, Fundgrube Social-Media, Zugang zu amtlichen  Dokumenten via Öffentlichkeitsgesetz, Einsicht in Justizdokumente,  Besonderheiten der Recherche im Ausland, im Lokaljournalismus oder im Politjournalismus.

Die Recherche-Tagung wird eröffnet mit einer Rede zur Lage des Journalismus (Vera Bergen, Radio Sunshine) und abgeschlossen durch ein Podiumsgespräch (Beat Balzli, Chefredaktor Handelszeitung; Andrea Bleicher, stv. Chefredaktorin Blick und Oliver Zihlmann, Leiter RechercheDesk SonntagsZeitung und Le Matin Dimanche) zu Sinn und Unsinn von Rechercheförderung in Redaktionen.

Partner: Recherche-Netzwerk investigativ.ch
Sponsor: TamediaDatum: 28. Januar 2013, 09.30 – 17.00  Uhr
Ort: MAZ, Murbacherstr. 3, 6003 Luzern
Kosten: CHF 290.–
Anmeldeschluss: 14. Januar 2013

> provisorisches Programm
> weitere Details zur Tagung
> zur Anmeldung

 

Geschrieben von Gabriela Murer

26. September 2012 um 17:43

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Ein Chefredaktor will sich überflüssig machen

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Lars Haider hat ein paar besondere Führungsprinzipien: Der Chefredaktor des Hamburger Abendblattes hat im Kurs Leadership & Medienmanagement vor Schweizer Führungskräften gezeigt, wie er seine Crew von über 200 Journalisten bei Laune hält.

«Ich gebe meinen Ressortleitern maximale Entscheidungsfreiheit.» In die Zeitungsproduktion greife er erst ein, wenn es ihn wirklich brauche. «Mir ist es auch egal, wo meine Reporter arbeiten – Hauptsache, sie liefern gute Geschichten.» Dies sicherzustellen liege in der Verantwortung der Ressortleiter.

Wo ist der Chef?

Der Nachteil dieser langen Führungsleine sei es, dass er einzelne Reporter nur selten sehe. Feedback und Lob kämen zu kurz. Haiders Vorgesetzter wiederum, Springer-Chef Matthias Döpfner, würde es jedoch mit ihm genau gleich handhaben. In den 1.5 Jahren als Chefredaktor hätten sich die beiden erst zweimal kurz gesehen. «Ein guter Chef ist einer, der sich relativ rasch überflüssig macht», sagte Haider weiter.

Spezielle Ideen hat Haider auch bei Redaktionssitzungen. Ab und zu tritt eine Band auf und bringt die Journalisten zum Tanzen. Udo Lindenberg soll demnächst beim Hamburger Abendblatt einen Gig bieten.

Geschrieben von Gabriela Murer

24. September 2012 um 09:23

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Entscheidende Spuren finden

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Mit Boris Kartheuser: «Recherche mit Facebook, Twitter & Co.». Kartheuser arbeitet als investigativer Journalist für Politmagazine und Rechercheredaktionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland. Er recherchiert für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Sein Schwerpunkt liegt auf Lobby-Recherchen.

Kartheuser war massgeblich an der Aufdeckung der verdeckten PR bei der Deutschen Bahn beteiligt und enttarnte zahlreiche Lobbyisten bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Darüber hinaus ist er als Dozent für investigative Online-Recherche tätig. Hier liegt sein Schwerpunkt auf Recherche in Sozialen Netzwerken. Der zweitägige Kurs findet am 4. und 5. September 2012 am MAZ in Luzern statt. Jetzt anmelden!

Details zum Angebot

Geschrieben von Gabriela Murer

20. August 2012 um 15:40

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